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"WO RECHT ZU UNRECHT WIRD, WIRD WIDERSTAND ZUR PFLICHT, GEHORSAM ABER VERBRECHEN!"

                                                                                                         Papst Leo XIII.(1891)

 

 

 

 

Auf den nachfolgenden Seiten werden wir nach und nach

Schriftstücke veröffentlichen, die

die Hintergründe der Indizierung und

das Einschränken der Meinungsfreiheit dokumentieren

:. 
 

Zensurversuch in Koblenz (Rheinland-Pfalz)

und Viernheim (Hessen)


In beiden Städten wurde zunächst ein Platzverweis erteilt, weil angeblich das Verteilen von Flugblättern genehmigungspflichtig sei.

Die "Koblenzer" hoben den Platzverweis auf und redeten sich weiter damit heraus, daß man sich nicht auf öffentlichem Grund aufgehalten hätte. Dies wird z.Zt. noch geklärt.

 

Die "Viernheimer" waren ehrlicher und gaben zu, das der Platzverweis rechtswidrig gewesen sei.

(Whm. 20100907)

 

Christenverhöhnung als Volkssport: Blasphemie wird nicht durch Meinungsfreiheit gedeckt
„Wir Christen sind zu lasch und zu tolerant"
 

Die feindselige Stimmung gegen Christentum und Kirche nimmt zu, vor allem seitens der Fernsehanstalten, aber auch im Bereich von Kunst und Kabarett.

Der Papst-Besuch in Deutschland wurde von vielen Medien erwartungsgemäß miesgeredet, wobei sich besonders der Hessische Rotfunk hervortat. Passend zu den Berliner Protesten linker und homosexueller Gruppen brachte dieser ein „Satire"-Stück mit „Hetze primitivster Art", wie es in einer Beschwerde des Limburger, Bischofs ´Paul Kamphaus`, an den Intendanten des Senders heißt.

In dem Machwerk wurden Kreuz und Altarsakrament übel verspottet und „die katholische Kirche praktisch als Verbrechersyndikat hingestellt", so der keineswegs als konservativ geltende Limburger Oberhirte.

Die TV-Polemik, die unter dem Titel „Wotan gegen Wojtyla" am 25. Juni ausgestrahlt wurde, befaßte sich mit ihrem liebsten Haßobjekt: katholische Kirche und Papst. Auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung bezeichnete das Schmierenstück als „Kirchenverhöhnung".


Meinungsfreiheit ist für die Demokratie nicht nur eine Zier, sondern substanziell.

Beleidigungsfreiheit und Hetzkampagnen gegen alles, was Christen heilig ist, widersprechen aber nicht nur dem guten Geschmack, sondern treten Toleranz und Fairneß mit Füßen.

Friedrich der Große, Preußens aufgeklärter Monarch, schrieb kurz vor seinem Tod an den Spötter Voltaire:

„Die Toleranz muß jedem Bürger die Freiheit lassen, zu glauben, was er will. Aber sie darf nicht soweit gehn, daß sie die Frechheit und Zügellosigkeit junger Hitzköpfe gutheißt, die etwas vom Volk Verehrtes dreist beschimpft. "


Leider wehren sich Christen zu wenig gegen feindselige und gotteslästerliche Attacken. Fehlt es ihnen an Selbstbewußtsein —von Sendungsbewußtsein ganz zu schweigen?

Mit Recht hat Kurt Morneweg, Direktor des Mitteldeutschen Rundfunks in Thüringen beklagt, daß Christen „zu lasch und tolerant" auf Verunglimpfungen ihres Glaubens reagieren.

„Wir Christen sind solche Rindviecher, daß wir uns das gefallen lassen!", erklärte der Rundfunkmann in einer Rede, die sich kritisch mit dem Kruzifix-Urteil befaßte. Wenigstens dieser fatale Spruch aus Karlsruhe sorgte für Proteste empörter Christen, aber auch für Kritik seitens vernünftiger Zeitgenossen, die wissen, daß die deutsche und europäische Kultur ohne christliche Werte und Mäßstäbe undenkbar ist.

Wer das Christentum angreift, vergreift sich auch zugleich an den geistigen Fundamenten unseres Gemeinwesens.

Ein Staat ohne ethische und metaphysische Verankerung verliert über kurz oder lang seine Legitimation. Die Väter des Grundgesetzes haben dies beachtet, als sie in der Präambel die „Verantwortung vor Gott" betonten.
Wer sich hierzulande kirchenfeindlich oder blasphemisch gebärdet, kann mit wohlwollendem Interesse der Sensationsblätter und Fernsehanstalten rechnen. Der Westdeutsche Rundfunk bewies dies am 19. Juli wieder auf seine Art: der provozierende Auftritt von zwei Nackten auf dem Hauptaltar des Kölner Doms flimmerte in allen nordrhein-westfälischen Programmen über die Mattscheibe. Daraufhin empörte sich Prälat Läufer in der Kölner Kirchenzeitung, der Dom sei als „Tollhaus" mißbraucht und die „unsägliche Liste der Verhöhnungen von Katholiken" um ein weiteres frivoles Beispiel erweitert worden. Hoffentlich finde sich kein Richter, so der Chefredakteur des Bistumsblattes, der das widerliche Spektakel als „Kunstaktion" einstufe.
 

Noch unverfrorener, weil von gewalttätiger Mentalität, waren die Krawalle gegen Erzbischof Johannes Dyba, und die katholischen CV-Studenten Anfang Juni in Marburg. Zynische Sprechchöre gegen den Fuldaer Oberhirten (z.B.:„Dyba, fahr zur Hölle!"): und tätliche Angriffe gegen junge Gottesdienstbesucher führten weder zu öffentlicher „Betroffenheit" hierfür zuständiger Gutmenschen noch zu Lichterketten oder gar empörten TV-Berichten.

Gibt es also Beleidigungsfreiheit in unserem Land, wenn gläubige Christen attackiert werden?

Hat ein als konservativ geltender Bischof keinen Anspruch auf Toleranz?

Sachkritik ist jedem unbenommen. Doch Haß zerstört den inneren Frieden; Diffamierung ist kein Ersatz für Argumente; Blasphemie ist einer Kulturnation unwürdig.


In seinem beachtlichen Artikel „Tabubruch Blasphemie" brachte Rainer Zitelmann in der Zeitung "Die Welt" die Sache auf den Punkt:

„Niemandem in Deutschland würde es einfallen, andere Religionen — zum Beispiel das Judentum oder den Islam —

in ähnlicher Weise zu diffamieren, weil man weiß, daß solche Tabubrüche gesellschaftlich sofort sanktioniert würden."

 

Wie lange wird es dauern, so fragt man sich, bis auch die Toleranz gegenüber der christlichen Mehrheit zur gesellschaftlichen Selbstverständlichkeit wird?

(Dieser erstklassige Beitrag stammt von Günter Stiff(†) und wurde im August 1996 veröffentlicht. Günter Stiff war Gründer und Herausgeber der katholischen Jugendzeitschrift „Komm mit" und des gleichnamigen Kalenders.)

 
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